Die rasante Entwicklung des Internets bringt enorme Änderungen im alltäglichen Leben. Zum einen besteht die Möglichkeit, zahlreiche Dienstleistungen online zu nutzen, die es im Ort vielleicht in der Form nicht gibt und zum anderen hat man es einfacher als je zuvor, sich Waren direkt vor die Haustüre liefern zu lassen. Doch wie lange wird der Siegeszug von Online-Stores noch andauern und wird tatsächlich einmal der Zeitpunkt erreicht sein, an dem wir sämtliche Waren und Dienstleistungen ausschliesslich aus dem Netz beziehen?

Tatsächlich hat sich in den vergangenen Jahren ein Trend entwickelt, sich beim Einkaufen das Internet zu Nutze zu machen. Betrachtet man das enorme Wachstum von Internetriesen wie Amazon und Zalando, so ist es ein leichtes, Prognosen für die Zukunft zu treffen.

Schallplattengeschäfte und CD-Verkäufer stehen vor dem Aus

Früher war es noch ganz normal, dass man als Teenager in den Geschäften die Nachmittage damit um die Ohren bringen konnte, stundenlang CDs anzuhören und sich die neuesten Werke seiner Lieblingsmusiker kostenlos anzuhören. Doch in dieser Branche hat sich ein deutlicher Wechsel zum Internetvertrieb etabliert, der seine Auswirkungen zeigt: In den grossen Städten schliessen immer mehr Geschäfte, da die Umsätze einfach nicht mehr reichen. Der Chef von Universal-Music, einem der grössten europäischen Labels bestätigt diesen Trend. Er prognostiziert, dass sich die Branche so entwickeln wird, dass Musik zu über 90% nur noch digital vertrieben wird.  Einen weiteren Beweis liefert die Musikladenkette World of Music (WOM). Während diese Geschäfte vor wenigen Jahren noch in jeder grösseren Stadt aufzufinden waren und dort eine Art Jugendtreffpunkt waren, setzt das Unternehmen heute ausschliesslich auf Internetmarketing.

Auch die Modebranche denkt um

Zahlreiche kleine und mittelständische Schneidereien und Modedesigner haben schon längst das Internet für sich entdeckt und bauen auf diesen Vertriebsweg. Der Grund: Es können viel mehr potentielle Kunden erreicht werden und es können die Kosten für Verkaufs- und Lagerräume gespart werden. Auch in dieser Branche kann man damit rechnen, dass immer mehr Läden ihre Türen schliessen und sich ausschliesslich auf den Internetvertrieb konzentrieren.

Es ist klar, dass auch andere Branchen von der Internetisierung betroffen sind und sich über kurz oder lange auf diesen Vertriebsweg konzentrieren werden. Dennoch gibt es auch ein paar Ausnahmen: Wäschereien und Bestattungsunternehmen werden uns nach wie vor in dem Ausmass erhalten bleiben, wie wir es gewohnt sind, denn diese Bereiche erfordern weiterhin eine physische Präsenz der Waren (Kleidung) oder Personen. Das Internet spielt eine wichtige Rolle, doch physische Läden vollständig verschwinden zu lassen scheint doch ein etwas utopischer Gedanke zu sein.

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