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Prostata-Krebs kann schwer zu erkennen sein. Zu entscheiden was man dagegen tun soll, wenn er gefunden oder der Verdacht besteht, ist noch schwieriger für die Patienten wie auch deren Ärzte.

Natürlich will man aggressive, potenziell tödliche Prostata-Tumore behandeln. Aber Ärzte wollen nicht, dass Patienten sich unnötige Sorgen machen und ungerechtfertigte medizinische Verfahren untergehen, wenn der Prostata-Krebs langsam wächst und nicht lebensbedrohlich ist.

Glücklicherweise gibt es eine neue Technologie, die bei diesen Herausforderungen helfen soll – die Erkennung und Differenzierung von Prostata-Krebs. Sie wird MRI-TRUS-Fusionsbiopsie genannt. Die Fusionsbiopsie, welche durch die Krankenversicherung abgedeckt ist, ist eine willkommene Ergänzung unseres Arsenals an Krebsbekämpfungsmitteln. Eine Fusionsbiopsie blendet MRI und Ultrasound für eine bessere Einsicht und Krebs kann besser diagnostiziert werden.

In den letzten Jahren haben Forscher eine Software entwickelt, die detaillierten MRI-Scans mit Echtzeit-Ultraschallbildern der Prostata "verbindet". Wenn ein Patient einen erhöhten PSA-Blutwert hat, der auf möglichen Prostatakrebs hinweist, wird er zuerst einer MRI-Untersuchung unterzogen. Ein Radiologe überprüft sie und markiert verdächtige Bereiche.

Dann wird ambulant eine Ultraschallsonde in das Rektum des Patienten eingeführt. Wenn die Sonde um die Prostata herum bewegt wird, verschiebt die Fusionssoftware das überlagerte MRI-Bild entsprechend, was eine detaillierte 3-D-Ultraschall- / MRI-Ansicht ergibt.

Man kann das fusionierte Bild verwenden, um die Biopsie-Nadeln genau zu der Läsion zu führen, die man untersuchen will, anstatt herumzustöbern und zu hoffen, dass etwas gefunden wird. Es ist wie die Nutzung von einem GPS, um das Ziel zu erreichen, anstatt ohne Anweisungen zu fahren.

In Studien von Prostata-Krebs-Diagnosen waren in beiden Methoden, den herkömmlichen Biopsien und Fusionsbiopsien, fast identisch: Fusionsbiopsie entdeckt 461 Fälle, im Vergleich zu 469 Fällen, die durch die Standard-Biopsie entdeckt wurden. Bei der fusionsgesteuerten Biopsie wurden jedoch 30% mehr schnell wachsende Krebsarten entdeckt, die potenziell gefährlicher sind, als bei der Standardbiopsie und 17% weniger langsam wachsende Krebsarten mit geringem Risiko.

Mehr zu dieser Behandlungsart finden Sie hier.